Mit einem fulminanten Trommel-Solo beendete das Eva Klesse Quartett im Maximal das diesjährige Jazz Connects Festival 2026. Ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main fanden vom 23. April bis 3. Mai 2026 insgesamt 26 hochklassige Konzerte mit zeitgenössischem Jazz statt. Die Veranstaltungsorte reichten von den Metropolen wie Frankfurt, Wiesbaden, Hanau und Darmstadt bis in die Regionen des Rhein-Main-Gebiets.
Das diesjährige Programm im Maximal setzte einen besonderen Fokus auf starke Band-Leaderinnen und zog Musikbegeisterte aus der gesamten Region an. Vier Konzerte bot die Rodgauer Kulturinitiative und zeigt damit, dass man für hochklassige Jazz-Konzerte nicht in Großstädte fahren muss. Ganz im Gegenteil fanden sich auch Besucher aus Darmstadt und Frankfurt im Rodgauer Kulturtempel ein – und sie wurden nicht enttäuscht.
Das Universum des Jazz bietet per se eine gigantische Bandbreite und Vielfalt und kennt keine Grenzen: alles ist erlaubt. Diese grenzüberschreitenden Einsatzmöglichkeiten demonstrierte die Schlagwerkerin Izabella Effenberg mit ihrem Trio gleich mit einer ganzen Reihe im Jazz eher untypischen Musikinstrumenten: nämlich Schlitztrommel, Glasharfe, Vibraphon, Steeldrum, der an das afrikanische Daumenklavier Kalimba angelehnten „Array mbira“ und schließlich auch noch einem Hackbrett. Von Beginn an bezauberte die polnische Jazzmusikerin und Karatemeisterin mit ihrer Musik und den kurzweiligen Erläuterungen zu den ungewöhnlichen Musikinstrumenten.
Rebecca Trescher zeigt an ihren Klarinetten, weshalb sie als subtile Klangmalerin auf den Spuren großer Impressionisten bekannt ist. Die Saxophonistin Kerstin Haberecht überzeugte mit einem reifen warmen Bandsound.
Den krönenden Abschluss bildete das Eva Klesse Quartett, das den Festivalgästen ein exklusives Erlebnis bot. Mit komplexen, teils noch unveröffentlichten Kompositionen verwandelte die Band den Abend in ein würdiges Finale. Die positive Resonanz der Gäste bestätigen das Konzept der Veranstalter: Jazz Connects hat die Region kulturell vernetzt und Rodgau fest auf der Landkarte für moderne Improvisationsmusik verankert.





